Sonntag, 12. Juli 2009

Strukturänderung

Tja, nun hatten wir endlich das Meeting wo die Dorfbevölkerung entscheiden musste, ob das Projekt ihnen gehören soll oder uns. Wir argumentierten stark dafür, dass alles zu 100% dem Dorf gehören soll, und dass die Dorfbevölkerung für den Bau der Lodge zuständig ist, unter unserer Anleitung. Leider fanden die Dörfler, sie seien nicht fähig eine Lodge zu bauen, sie wissen nicht wie das geht - obwohl wir ihnen gesagt haben, WIR sind ja hier mit dem Wissen - und so haben sie entschieden, die Verantwortung für das Projekt uns abzutreten. Und den Hauptbrocken der Gewinnanteile. Hm. Das ändert nun die ganze Sache ein bisschen. Aidan fährt in ein paar Tagen nach Cape Town, und während er dort ist, wird er sich schlau machen, wie wir uns nun am besten organisieren. Das Problem ist, dass wir nicht WOLLEN, dass das Projekt oder die Lodge uns gehört, weil das die Dinge mit der Regierung und vorallem mit Land Affairs furchtbar kompliziert macht. Aidan fand nun, wir sollten eine Gesellschaft mit Anteilen aufziehen, wo wir einen gewissen Prozentsatz halten, und die Dorfbevölkerung den Rest. Die Anteile können dann gekauft und verkauft werden, und wo bringen wir die Leute ins Spiel, die ein wirkliches Interesse an der Lodge haben. Aber all das sind nur Ideen und Spekulationen - noch nicht wir nicht sicher, wie wir all das aufsetzen wollen.

Für die anderen Projekte, die wir im Sinn haben, macht das Geschäft mit der Lodge keinen Unterschied. Letzte Woche hat Mike, unser neuer Volunteer, mit dem Bau der Kinderkrippe begonnen. Die Sozialprojekte im Dorf werden nach wie vor von Spendengeldern finanziert - solange die Lodge noch nicht steht und noch keinen Gewinn abwirft, sind wir auf finanzielle Hilfe von aussen angewiesen. Die Krippe soll eine zweistöckige Rundhütte werden, mit einem Spielraum unten und einem Büro oben. Einen zweiten Stock in eine Rundhütte zu bauen steigert die Baukosten um ca. einen Drittel, aber wir glauben die Sache ist es Wert. Wir versuchen nun genug Spendengelder zusammenzukriegen, um ein paar anständige Werkzeuge - einen elektrischen Bohrer zum Beispiel - zu kaufen, um den Bau der Kinderkrippe zu erleichtern. Erste Fotos von den Fundamenten folgen bald!


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